Kastrationsaktion in Zypern November 2021
Aufgrund des jährlichen Besuches der Tierschutzprojekte in Zypern im August dieses Jahres wurde schnell klar, dass die Vermehrung der Katzenpopulationen ein riesiges Problem ist, daher haben wir vom TVAV beschlossen, punktuell in der Region Paralimni eine Katzenkastrations-aktion durchzuführen.
Am 1. November war es so weit. Das Ziel war pro Tag 5 bis 10 Katzen zu fangen, zwecks Kastration und gleichzeitiger medizinischer Behandlung gegen Parasitenbefall (Zecken, Flöhe, Entwurmung, etc.) sowie Zahnbehandlung und was sonst noch nötig war.
Der Schwerpunkt wurde auf einige Katzenkolonien fixiert. Dank der Hilfe von einigen Freiwilligen aus der Region konnten diese lokalisiert werden.
Man findet die Streuner um die Hotelanlagen herum, da oft Touristen diese während Ihres Aufenthaltes füttern, ebenso bei Abfallcontainern und bei Supermärkten auf dem Parkplatz.
Die tiermedizinische Zusammenarbeit erfolgte mit zwei vorbildlich geführten Tierkliniken in Paralimni. Es sind dies Veterinary Clinic Kefalas und Paw Care Veterinary Clinic.
Mit Katzenfallen und Transportboxen ausgerüstet ging es während 12 Tagen zur Sache. Wir konnten rund 120 Katzen in die Tierklinik bringen, davon etwas über 100 Katzen (männlich und weiblich) zum Kastrieren.
Diese Zahl hört sich eventuell etwas klein an, aber es ist nicht immer einfach Katzen einzufangen, da diese ja die gute Absicht nicht erkennen und oft schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben.
Wenn man aber bedenkt, dass eine weibliche Katze pro Jahr etwa 15 Kitten zur Welt bringt und davon rund 10 überleben, bedeutet dies bei unserer Fangquote von 50 weiblichen Katzen rund 500 Nachkommen in einem Jahr und im zweiten Jahr mit angenommenen 250 weiblichen bereits 2500 Katzen Nachwuchs und im dritten Jahr wären es schon über 10'000 Nachkommen und das von einer einzigen Katze.
Um das zu verhindern und dem daraus erfolgenden Dilemma mit viel Elend aufgrund einer Überpopulation, gibt es nur eine Lösung, die heisst «kastrieren und nochmals kastrieren».
Diese rund Euro 50.- bis 80.- pro Katze sind eine gute Investition, um viel Tierleid zu verhindern. Auch die Verantwortlichen in den entsprechenden staatlichen Institutionen sollten sich damit befassen und nicht alles privaten und kleinen Organisationen, die nur durch Spenden finanziert werden, überlassen.
Natürlich war auch noch ein Besuch bei unserer «Katzenmutter» Eliada in Nicosia angesagt. Sie betreut ja mehrere Katzenkolonien und hat selbst zurzeit etwa 15 Katzen zu Hause die bedürftig sind.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Helferteam Natalia, Sara, Julia, Koula und einigen weiteren für den Einsatz bedanken und natürlich nicht zuletzt unseren Spendern, ohne die dieser Einsatz nicht möglich gewesen wäre.
Wir zählen weiterhin auf Sie lieber Unterstützer/in.
Sämtliche Spendengelder gehen zu 100 % in den Tierschutz, unser kleines Team arbeitet ehrenamtlich, es werden keine Löhne, Mieten oder Reisekosten bezahlt.