Kastrationsaktion in Zypern September 2023
Gerne verwende ich das Zitat von Tanja Siegwart, Tierschützerin:
„Wie kann eine einzige Person das Leben von 100 Strassentieren retten?
Ganz einfach, indem man eine/einen kastriert!
In Zypern muss man „Dranbleiben“ und das heisst, laufend möglichst
viele Populationen kontrollieren da es andauernd neue Tiere gibt die nicht kastriert sind.Ganz besonders schlimm ist die Tatsache, dass es immer noch viele
Einheimische gibt, die es nicht für nötig finden ihre Katze zu sterilisieren,
selbst dann nicht, wenn sie sich die etwa Euro 60.- bis 80.- leisten können, so bekommt dann natürlich die weibliche Katze mindestens
zweimal pro Jahr 4 bis 6 Katzenbabys.
Genau diese Zyprioten (Einheimische) werfen dann die Neugeborenen
in einen Müllcontainer oder sie werden nachts auf einem Parkplatzoder sonst irgendwo in einem Karton ohne Katzenmutter ausgesetzt.
Wenn diese wehrlosen neugeborenen Geschöpfe nicht von einem
Menschen mit einem Herz für Tiere gefunden werden, dann werden sie innert kurzer Zeit dehydriert sterben, aber selbst dann, wenn sie gefunden werden ist die Überlebenschance ohne die Muttermilch gering und das füttern mit der Flasche ist sehr aufwendig und muss etwa alle 2 Stunden rund um die Uhr gemacht werden.Meine Helfer und ich finden leider immer wieder solche durch Menschen verursachte Schicksale.
Aber nun zu den Fakten, unser Motto lautet auch bei dieser 2. Kastrations- Aktion 2023 in Zypern „Trap-Neuter-Return“ (TNR)
auf deutsch „Einfangen-Kastrieren-Zurückbringen“.Auch wenn gewisse Kreise dies kritisieren, ist es leider fast die einzige humane Möglichkeit bei der sehr hohen Katzenpopulation in Zypern die Expansion zu reduzieren oder zu stoppen, dazu bräuchte es jedoch die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und nicht zuletzt mit mehr amtlichem Einsatz.
Leider haben viele Einheimische ihre eigene Lösung zu diesem Problem und das heisst die ungewollten Tiere vergiften, oft mit Rattengift oder sie
werden erschossen.Viele der Tiere hatten Verletzungen oder waren voll mit Parasiten wie Zecken und Flöhe.
Auch erhielten wir einen Hilfeanruf von einer britischen Touristin die in Strandnähe eine völlig abgemagerte Katze gefunden hatte, ebenso erzählte sie, dass es in Ihrem Hotel mehrere Katzen unter anderem mit Jungen hatte. Das Hotel Management war sehr tierfreundlich und wir durften die Katzen zwecks Kastration einfangen, leider sind in Zypern nicht alle Hotels so tierfreundlich.
Als Hotelgast haben Sie die Möglichkeit das Management zu fragen wie der Umgang mit Tieren gehandhabt wird „Tolerieren oder Vergiften“, man darf die Sache ruhig beim Namen nennen.
Die ganze Aktion war nur möglich durch Sie lieber Tierfreund und Spender, dafür bedanken wir uns im Namen der Tiere herzlichst.
Rolf Keller und die ehrenamtlichen Helfer